Gedanke des Tages

Wieso klappt das denn nicht bei mir?

Wenn alles im Leben nach unseren Wünschen verläuft fällt es uns leicht, dankbar zu sein. Nun ist es jedoch so, dass es Zeiten gibt, da will es einfach nicht gelingen, dass sich unsere Vorstellungen verwirklichen lassen. Dann ist Dankbarkeit weniger leicht.
Da ist zum Beispiel der Webdesigner, der sich unglaublich ins Zeug legte, um unbedingt den einen lukrativen Auftrag zu bekommen. Eine namhafte Firma suchte Unterstützung und er schrieb ein Angebot, verhandelte und ging Kompromisse ein. Man signalisierte ihm, dass sein Angebot ganz vorn stehe. Er freute sich schon, denn die Referenz dieses Unternehmens hätte ihm weitere Aufträge gebracht. Schließlich entschied man sich gegen ihn und er war am Boden zerstört. Den Zuschlag erhielt ein Webdesigner, den er entfernt kannte. Nach einigen Monaten erzählte ihm dieser Kollege, dass er zwar die Arbeit abgeliefert habe, aber bis zu diesem Tage nicht dafür bezahlt worden sei weil die Firma Insolvenz anmelden musste.

Eine Freundin von mir litt furchtbar unter Liebeskummer. Sie wollte unbedingt einen bestimmten Mann für sich gewinnen. Sie verstanden sich auf der freundschaftlichen Ebene gut, er war charmant, witzig, sah gut aus und hatte alles, was sie sich vorstellte. Er war ihr Seelenverwandter , das wusste sie. Also tat sie alles, um sich mit ihm zu verabreden. Aber es wollte einfach nicht klappen. Eines Morgens erhielt sie einen Anruf. Jemand teilte ihr mit, dass der Mann ihrer Träume ein gesuchter Vergewaltiger war.

Nicht immer bekommen wir das was wir uns wünschen. Seien Sie auch dafür dankbar, notfalls zwingen Sie sich dazu.  Versuchen Sie, solche Absagen gelassen zu nehmen. Vielleicht versteckt sich ja dahinter  keine Strafe sondern ein Schutz.

Was Kunst mit Buchhaltung zu tun hat


Neulich bin ich auf ein Zitat gestoßen. Es stammt vom Friedensnobelpreisträger Muhammad Er sagte:

"Alle Menschen sind von Geburt an Unternehmer. Das ist sozusagen in unserem Erbgut eingeschrieben. So haben wir auf diesem Planeten überlebt, indem wir unser eigenes Leben und Überleben erkämpften, es ist Bestandteil unserer DNA. Nur unsere moderne Gesellschaft hat uns von diesem Grundprinzip weggebracht und wir haben es gelernt, dass wir für jemanden anderen arbeiten sollen. Wir sollten nicht einfach Arbeitssuchende sein, sondern Arbeitgebende. Wir haben einfach nur vergessen, dass wir Unternehmer sind."

Mir fiel dabei ein, dass Künstler und Kreative genau so Unternehmer sind wie andere. Was auf den ersten Blick vielleicht nach Unvereinbarkeit aussieht ist auf den zweiten Blick jedoch einleuchtend. Je mehr Sie für sich selbst sorgen 
umso authentischer können Sie Ihr Leben gestalten.

LEBENSUNTERNEHMERTUM ALS MODELL

Und, ja, die Steuererklärung wartet, die Krankenkasse möchte ihre Beiträge und Rechnungen müssen Sie auch bezahlen.
Langweilig? Mag sein, aber so ist das Leben. Es macht durchaus Sinn, sich den kaufmännischen Seiten Ihres Unternehmens zu widmen. Selbst wenn Sie jemanden beauftragen, das für Sie zu tun ist es doch vorteilhaft, den Überblick zu behalten. Damit Sie wissen, wohin Ihr Schiff steuert. Und damit Sie notfalls gegensteuern können.

Wenn Sie sich als LebensUnternehmerIn begreifen gelingt es Ihnen viel leichter, das Ruder in der Hand zu behalten. Überprüfen Sie also Ihre Überzeugungen. Was denken Sie über Unternehmer? Was hat Sie bewogen, diese Form Ihrer Tätigkeit zu wählen? Was bedeutet für Sie Geld?

Vor kurzem veröffentlichte die Kreativwirtschaft Sachsen-Anhalt folgende Statistik:

 

DER KREISLAUF

Wenn Sie zum Beispiel durch Reisen zu neuen Ideen inspiriert werden brauchen Sie dazu die nötigen Mittel. Die erwirtschaften Sie sich durch Ihre künstlerische Arbeit. Durch diese Reisen entstehen wiederum neue Arbeiten usw. Gehören Sie zu den Menschen, die ihr Potenzial nicht voll ausschöpfen können wenn sie nicht reisen, dann brauchen Sie es für Ihre Kreativität wie die Luft zum atmen. Daher müssen Sie gut dafür sorgen, in einer für Sie guten Weise reisen zu können.

Mein Steuerberater sagte vor vielen Jahren einmal: "So eine Buchhaltung ist wie ein Roman. Sie kann eine Menge erzählen." Das habe ich lange nicht verstanden. Und ihn ein bisschen belächelt. Mittlerweile verstehe ich was er mir damit sagen wollte. Und ich denke, er hat recht. Natürlich sollen die Zahlen nicht die Inspiration, die Kreativität behindern. Dennoch lohnt es sich, zumindest einmal im  Jahr Bilanz zu ziehen. Nehmen Sie sich Zeit und beschäftigen Sie sich mit Ihrer Buchhaltung. Ich gebe Ihnen mein Wort, Sie werden Erstaunliches entdecken.

Bis zum nächsten Werkstattgeplauder

Ihre Elke Möckel