Gedanke des Tages

Wie wärs wenn Sie aufhören, mit Ihren Schwierigkeiten auf Kriegsfuß zu stehen?

Immer wieder mit demselben Problem zu kämpfen kann ganz schön ermüdend sein. Ein Klient von mir beklagte sich zum Beispiel stets und ständig über seine Frau. Sie verhielt sich ihm gegenüber wirklich nicht nett, aber sie wollte sich einfach nicht ändern. Sie stritten sich ständig, es ging Tag für Tag um das gleiche Thema. Nun ist es ja so: wir können den anderen Menschen nicht ändern. Und tatsächlich möchten wir auch nicht, dass uns jemand anderes täglich sagt was wir tun sollen, dass das was wir machen falsch ist. Wenn wir uns so verhalten, dem anderen immer aufs neue rabiat eintrichtern, er solle doch endlich begreifen was richtig ist verausgaben wir unsere Energie beim Kampf mit dem Problem. Es wird sich nichts daran ändern, außer das unsere Beziehung noch schlechter wird. Endlich begriff mein Klient, dass er um seinetwillen aufhören musste zu kämpfen. Er resignierte und begann, sich Hilfe zu suchen. Bei mir, in einer Selbsthilfegruppe und mit Büchern zu seinem Thema. Langsam, ganz langsam konnte er sich von seiner Frau und dem Problem lösen. Er lernte, gut für sich zu sorgen, schaffte es, eine eigene Wohnung zu beziehen und begann, wieder seinen eigenen Weg zu gehen. Allmählich veränderte sich sein Zustand.

Kämpfen Sie auch mit einem hartnäckigen Hindernis in Ihrem Leben? Streichen Sie die Segel, nehmen Sie Ihre Enttäuschung, Ihre Orientierungslosigkeit als Herausforderung wahr und nutzen Sie sie, um Ihren eigenen Weg (wieder) zu finden.

Oma macht auf Unternehmer


Oma macht auf Unternehmer

So ist es, liebe Freunde der Wirtschaft. Und das sogar sehr erfolgreich. Immerhin machen Menschen in der Lebensmitte gut ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands aus. Davon wiederum gründeten 2015 mehr als 20 % ein Unternehmen. Damit ist das die zweitstärkste Gruppe, altersmäßig gesehen. Dazu gibt es eine interessante Statistik.

 

 

Auf zu neuen Ufern

Unsere Welt befindet sich in einem tiefgehenden Wandel. Alte Anschauungen und frühere Strukturen funktionieren nicht mehr. Die Gesellschaft hat sich so verändert, dass bisher stimmige Weltbilder und Vorgehensweisen nicht mehr greifen. Das betrifft auch unsere Arbeitswelt. Wir sind mit so vielen Möglichkeiten und Formen des beruflichen Werdegangs ausgestattet, dass im Gegensatz zu früheren Generationen das Leben mit 50 noch lange nicht vorbei ist. Unsere Lebensqualität ist ebenso gestiegen wie die Lebenserwartung.

Wenn ich mir Fotos anschaue von meiner Großmutter sehe ich eine Frau, die schon mit 40 dieselbe Frisur, dieselbe Garderobe trug wie die 70jährigen Frauen aus dem Ort. Da war kein Raum für großartige Veränderungen. Inzwischen ist nur eine relativ kurze Zeitspanne vergangen. Und doch befinden wir uns gefühlt in einem anderen Universum. Tatsächlich stammen die Fotos ja aus einem anderen Jahrtausend. Insofern stimmt meine Wahrnehmung...

Nun haben wir mit diesen neuen Möglichkeiten nicht nur jede Menge Chancen, wir sind auch aufgefordert, sie zu nutzen, unser Leben so auszurichten, dass unsere Kompetenzen und Erfahrungen für andere nutzbar sind.

Unternehmerin? Ja, gern!

Auch interessant: Frauen gründen zunehmend häufiger als Männer.
Sehr viele Gespräche drehen sich in meiner Arbeit als Coach und Expertin für das „Abenteuer Lebensmitte“ um berufliche Neuorientierung. Und wen wundert es? Der Wunsch nach Selbständigkeit als UnternehmerIn zeigt sich zwischen 40 und 50 sehr deutlich.

Warum ist das so? Nun, diese Menschen haben schon sehr viel in ihrem Leben erreicht. Sie haben Karriere gemacht, eine Familie gegründet und sind im Leben vorangekommen. Sie wissen was sie wollen, ganz entscheidend wissen sie aber zunehmend was sie nicht (mehr) wollen.
Häufig sind sie mit der Tatsache konfrontiert, dass andere sie auf der Karriereleiter überholen, jüngere Kollegen bevorzugt werden oder ihr bisheriger Arbeitsplatz durch Umstrukturierungen wegfällt. Auch das Thema Mobbing steht ganz oben. Wenn man bisher meinte, die letzten Jahre auch noch so „abreißen“ zu können macht sich zunehmend Unzufriedenheit breit. Das geht bis zur Unerträglichkeit der Situation. Im schlimmsten Fall werden sie ernsthaft krank und werden dadurch gezwungen umzudenken. An einem oder mehrerer dieser Punkte beginnt dann unsere gemeinsame Arbeit.

Menschen in der Lebensmitte entscheiden anders. Manchmal vielleicht zögerlicher, aber dann mit bewundernswerter Entschlusskraft. Ich arbeite mit ihnen an ihrer inneren Haltung, an ihren Einstellungen und Überzeugungen. Vor allem stellen wir sie infrage. Oha! Da wird es manchmal ganz schön heiß. Aber nur dadurch verändert sich der Blickwinkel, öffnet sich für neue Möglichkeiten und geht ins Weite. Und plötzlich sprudeln die Ideen und Alternativen.

Da ich häufig mit Künstlern und Kreativen arbeite kann ich an dieser Stelle die Grafik einer Zufriedenheitsstudie im Bereich Design einfügen.

Wenn nötig- bitte wenden

Lust und Freude am Beruf, zu wissen, was im tiefsten Inneren der Antrieb ist, sich einzubringen, Sinn zu erfahren – das sind die wesentlichen Punkte, die aus der Krise führen. Dahin zu gelangen bedarf es Mut. Mut, sich den eigenen Fragen zu stellen und die Geduld, Antworten zu finden. Häufig ist es nämlich so, dass dieser Prozess Monate wenn nicht gar Jahre benötigt. Übrigens gelingt er schneller mit Unterstützung. Entweder in einer Gruppe Gleichgesinnter oder mit professioneller Begleitung durch einen Mentor.
Denn es geht nicht einfach nur um fachliches oder betriebswirtschaftliches Knowhow. Wir müssen uns mit unserem ureigenen inneren Antrieb, mit Hindernissen und Möglichkeiten auseinandersetzen.

In vielen Gesprächen mit meinen Klienten habe ich einen ganz klaren Trend gefunden. Wir leben heute länger, sind länger leistungsfähig und auch-willig. Die Menschen wollen in den vielen Jahrzehnten nach der magischen 40 noch Sinnvolles beitragen. Je mehr Sinn man findet, je mehr man bereit ist, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln – und das ist durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe – umso souveräner agiert man. Dabei gibt es noch einen bemerkenswerten Nebeneffekt: man wird als gutes Vorbild wahrgenommen und ist weitaus weniger anfällig für populistische Ideen.

Also, haben Sie Mut zur Selbständigkeit. Gründen Sie Ihr Unternehmen. Feiern Sie Ihre Fähigkeiten und lassen Sie uns daran teilhaben.

Wenn Sie eine Anschubhilfe brauchen bin ich gern für Sie da.

Bis zum nächsten Werkstattgeplauder

Ihre Elke Möckel