Gedanke des Tages

Wenn alles nur noch nervt

Manchmal befinden wir uns in einer Phase unseres Lebens, in der wir auf andere etwas herablassend schauen. Da sind wir genervt von den Eigenheiten unserer Mitmenschen, motzen über im Grunde unwichtige Details und sind vielleicht sogar grundlos ungerecht. Ich hatte mal eine Teetasse mit dem Spruch „Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden“. Genau das trifft es. Da stört uns zum Beispiel an unserer Arbeit, dass sie so gar nichts aufregendes hat, obwohl (oder weil?) dort gerade alles gut läuft. Oder dass andere mehr verdienen. Wir nehmen plötzlich sämtliche unangenehmen Eigenschaften unseres Chefs, unserer Mitarbeiter oder unserer Familienmitglieder und Freunde wahr. Auf einmal sehen wir nur Negatives. Unser Partner kann tun was er will, es ist das Falsche. Und überhaupt stört uns an ihm /ihr einfach jede Kleinigkeit. Sind wir gerade Single und möchten wieder eine Liebesbeziehung kreuzt einfach kein passender Mensch unseren Weg. Bald ist es so, dass wir nur noch das Lästige, Unangenehme bemerken. Unser Blick richtet sich immer mehr darauf und es kommen immer neue Macken dazu. Ein Teufelskreis…

Wenn Sie da rauskommen wollen um wieder ein positives, freudvolles Leben zu führen und so wie ich ticken brauchen Sie dringend eine tägliche Dosis Dankbarkeit. Neulich fuhr ich eine längere Strecke mit dem Auto. Ich hatte mich am Morgen ziemlich über etwas geärgert, das mir den ganzen Tag zu versauen schien. Während der Fahrt schaute ich nach rechts aus dem Fenster und erblickte ein wundersames Schauspiel: unten war dichter Nebel auf einem weiten Feld. Darüber strahlte eine Wintersonne. Dieses Zusammenspiel des dichten grauen Nebels mit der hellen aufgehenden Sonne versöhnte mich sofort. Ich spürte ein großes Gefühl der Dankbarkeit. In diesem Moment konnte ich den Ärger loslassen. Das wars. Kein Groll mehr.

Sehen Sie sich um. Es gibt in jedem Moment etwas zu entdecken, wofür wir dankbar sein können. Sie werden erfahren, dass sich mit ein wenig Übung Ihr Leben ins Positive wandelt.

Oma macht auf Unternehmer


Oma macht auf Unternehmer

So ist es, liebe Freunde der Wirtschaft. Und das sogar sehr erfolgreich. Immerhin machen Menschen in der Lebensmitte gut ein Drittel der Bevölkerung Deutschlands aus. Davon wiederum gründeten 2015 mehr als 20 % ein Unternehmen. Damit ist das die zweitstärkste Gruppe, altersmäßig gesehen. Dazu gibt es eine interessante Statistik.

 

 

Auf zu neuen Ufern

Unsere Welt befindet sich in einem tiefgehenden Wandel. Alte Anschauungen und frühere Strukturen funktionieren nicht mehr. Die Gesellschaft hat sich so verändert, dass bisher stimmige Weltbilder und Vorgehensweisen nicht mehr greifen. Das betrifft auch unsere Arbeitswelt. Wir sind mit so vielen Möglichkeiten und Formen des beruflichen Werdegangs ausgestattet, dass im Gegensatz zu früheren Generationen das Leben mit 50 noch lange nicht vorbei ist. Unsere Lebensqualität ist ebenso gestiegen wie die Lebenserwartung.

Wenn ich mir Fotos anschaue von meiner Großmutter sehe ich eine Frau, die schon mit 40 dieselbe Frisur, dieselbe Garderobe trug wie die 70jährigen Frauen aus dem Ort. Da war kein Raum für großartige Veränderungen. Inzwischen ist nur eine relativ kurze Zeitspanne vergangen. Und doch befinden wir uns gefühlt in einem anderen Universum. Tatsächlich stammen die Fotos ja aus einem anderen Jahrtausend. Insofern stimmt meine Wahrnehmung...

Nun haben wir mit diesen neuen Möglichkeiten nicht nur jede Menge Chancen, wir sind auch aufgefordert, sie zu nutzen, unser Leben so auszurichten, dass unsere Kompetenzen und Erfahrungen für andere nutzbar sind.

Unternehmerin? Ja, gern!

Auch interessant: Frauen gründen zunehmend häufiger als Männer.
Sehr viele Gespräche drehen sich in meiner Arbeit als Coach und Expertin für das „Abenteuer Lebensmitte“ um berufliche Neuorientierung. Und wen wundert es? Der Wunsch nach Selbständigkeit als UnternehmerIn zeigt sich zwischen 40 und 50 sehr deutlich.

Warum ist das so? Nun, diese Menschen haben schon sehr viel in ihrem Leben erreicht. Sie haben Karriere gemacht, eine Familie gegründet und sind im Leben vorangekommen. Sie wissen was sie wollen, ganz entscheidend wissen sie aber zunehmend was sie nicht (mehr) wollen.
Häufig sind sie mit der Tatsache konfrontiert, dass andere sie auf der Karriereleiter überholen, jüngere Kollegen bevorzugt werden oder ihr bisheriger Arbeitsplatz durch Umstrukturierungen wegfällt. Auch das Thema Mobbing steht ganz oben. Wenn man bisher meinte, die letzten Jahre auch noch so „abreißen“ zu können macht sich zunehmend Unzufriedenheit breit. Das geht bis zur Unerträglichkeit der Situation. Im schlimmsten Fall werden sie ernsthaft krank und werden dadurch gezwungen umzudenken. An einem oder mehrerer dieser Punkte beginnt dann unsere gemeinsame Arbeit.

Menschen in der Lebensmitte entscheiden anders. Manchmal vielleicht zögerlicher, aber dann mit bewundernswerter Entschlusskraft. Ich arbeite mit ihnen an ihrer inneren Haltung, an ihren Einstellungen und Überzeugungen. Vor allem stellen wir sie infrage. Oha! Da wird es manchmal ganz schön heiß. Aber nur dadurch verändert sich der Blickwinkel, öffnet sich für neue Möglichkeiten und geht ins Weite. Und plötzlich sprudeln die Ideen und Alternativen.

Da ich häufig mit Künstlern und Kreativen arbeite kann ich an dieser Stelle die Grafik einer Zufriedenheitsstudie im Bereich Design einfügen.

Wenn nötig- bitte wenden

Lust und Freude am Beruf, zu wissen, was im tiefsten Inneren der Antrieb ist, sich einzubringen, Sinn zu erfahren – das sind die wesentlichen Punkte, die aus der Krise führen. Dahin zu gelangen bedarf es Mut. Mut, sich den eigenen Fragen zu stellen und die Geduld, Antworten zu finden. Häufig ist es nämlich so, dass dieser Prozess Monate wenn nicht gar Jahre benötigt. Übrigens gelingt er schneller mit Unterstützung. Entweder in einer Gruppe Gleichgesinnter oder mit professioneller Begleitung durch einen Mentor.
Denn es geht nicht einfach nur um fachliches oder betriebswirtschaftliches Knowhow. Wir müssen uns mit unserem ureigenen inneren Antrieb, mit Hindernissen und Möglichkeiten auseinandersetzen.

In vielen Gesprächen mit meinen Klienten habe ich einen ganz klaren Trend gefunden. Wir leben heute länger, sind länger leistungsfähig und auch-willig. Die Menschen wollen in den vielen Jahrzehnten nach der magischen 40 noch Sinnvolles beitragen. Je mehr Sinn man findet, je mehr man bereit ist, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln – und das ist durchaus eine anspruchsvolle Aufgabe – umso souveräner agiert man. Dabei gibt es noch einen bemerkenswerten Nebeneffekt: man wird als gutes Vorbild wahrgenommen und ist weitaus weniger anfällig für populistische Ideen.

Also, haben Sie Mut zur Selbständigkeit. Gründen Sie Ihr Unternehmen. Feiern Sie Ihre Fähigkeiten und lassen Sie uns daran teilhaben.

Wenn Sie eine Anschubhilfe brauchen bin ich gern für Sie da.

Bis zum nächsten Werkstattgeplauder

Ihre Elke Möckel