Gedanke des Tages

Sagen Sie Ja zur Fülle

In Zeiten großer Herausforderungen sind wir manchmal am Ende unserer Kräfte. Wir müssen so vieles entbehren. Ja, manchmal auch materiell.
Kommen dann wieder bessere Zeiten kann es sein, dass wir es nicht wagen, das Gute im Überfluss anzunehmen was uns zuteil wird. Wir können gar nicht glauben, dass alles wirklich für uns sein soll. Absurderweise haben wir uns so sehr an Mangel und Bedürftigkeit gewöhnt, dass wir diesen Zustand als normal ansehen. Wir meinen dann vielleicht, wir hätten etwas falsch gemacht und Erfolg und Wohlstand hätten wir nicht verdient. So viel Glück steht mir doch gar nicht zu! Wie soll ich denn jetzt damit umgehen, dass ich nicht jeden Monat bangen muss, ob ich die Miete zahlen oder mir mein Auto/Haus/Lebensmittel leisten kann.

Hier stellt uns das Leben vor die Aufgabe, den Reichtum, die Fülle anzunehmen und zu genießen. Wir brauchen im Leben beides: geben und nehmen. Nehmen Sie! Genießen Sie! Teilen Sie mit anderen. Erfreuen Sie sich an dieser Pracht und  seien Sie dankbar.

Zwischenzeiten


„Man entdeckt keine neuen Erdteile ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.“

Dieser Ausspruch von Andre´ Gide steht passt zu meinem eigenen Leben wie kein zweiter. Er ist gewissermaßen die Überschrift dazu.
Mir erging es wie den meisten meiner Klienten die sich wirklich trauen, krasse Veränderungen in ihrem Leben vorzunehmen. Es gibt eine Zeit davor und eine Zeit danach.

Die Zwischenzeit

Und es gibt die Phase zwischen diesen beiden Punkten. Das ist für mich die herausforderndste. Sie verlangt Ihnen alles ab. Denn sie fordert, das alte zu verlassen ohne zu wissen wo Sie ankommen, ob überhaupt und wie. Dazu kommt noch, dass Sie nicht vorher wissen, wie lange diese Zeitspanne dauern wird. Sie ist begleitet von Rückschlägen, Höhenflügen, wahrer Begeisterung und tiefen Zweifeln.

Nicht jeder der nach Indien aufbricht, entdeckt Amerika

Kolumbus, der Weltentdecker hat uns da eine große Erfahrung voraus. Immerhin, er kam irgendwo an. Nur meinte er, das sei Indien.
Was also aus unserer Abenteuer-Veränderungsreise wird können wir vorher nicht wissen. Ich behaupte, das ist auch gut so. Sonst würden sich die meisten wohl erst gar nicht auf den Weg machen.

So eine Entdeckungsreise ist ein Wagnis ohne gleichen. Wir begegnen dabei uns selbst. Etwas Abenteuerlicheres können wir kaum angehen.
Warum? Weil wir auch scheitern können. Weil wir unseren schlimmsten Ängsten ins Auge blicken, aber auch unserem Potenzial, unseren Möglichkeiten. Die zu nutzen erfordert gewaltigen Mut. Es ist einfacher, das was man hat zu beklagen als ins Ungewisse aufzubrechen.

Die Mutmacherin

Mir persönlich gefällt mittlerweile diese Zwischenzeit. Sie birgt so viele Chancen. Sie ist die wichtigste Phase in einem Veränderungsprozess. Deshalb lege ich so viel Wert auf eine langfristige Begleitung meiner Klienten. Ich weiß einfach, dass viele nach einer anfänglichen Euphorie wieder umkehren, mutlos werden und alle möglichen Gründe finden warum sie nicht weitermachen.  Da bin ich mit meiner ganzen Intuition und Kreativität gefragt. In jedem Fall heißt es, diese Hürden zu nehmen. Sie bergen wichtige Lektionen. Welche Hürden, welche Lektionen das sind? Keine Ahnung. Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Oft ist es wichtig, gerade dann Mut zu spenden, wenn es scheinbar nicht weitergehen will oder gar die Entwicklung stagniert.

„Quäl dich, du Sau!“

So wie Udo Bölts seinen Teamkapitän Jan Ullrich 1997 bei der Tour de France anfeuerte als der schwächelte, braucht es auch manchmal bei meinen Klienten Kraft und sportliche Härte. Dann bin ich die Helferin, die Wasserträgerin meiner Klienten. Durchhalten und das nächste manchmal kleine Ziel zu erreichen ist das einzige was ab und zu zu tun ist. Im Gegensatz zur Tour de France kennen wir vielleicht noch die Etappe, aber die gesamte Wegstrecke zu überblicken ist schier unmöglich.

So eine Herausforderung tritt zum Beispiel auf in Form von Widerstand. Da gibt es schon einige Menschen in Ihrem Umfeld die Ihre Veränderung gar nicht gern sehen. Sie werden mit allen möglichen „vernünftigen“ Argumenten versuchen, Ihre Veränderung madig zu machen.

Oder Sie kommen an einen Punkt wo es weder vor noch zurück geht. Da brauchen Sie eine große Portion Zuspruch.

Vielleicht kommt die Herausforderung auch in Form einer Aufgabe, die Ihnen zu groß erscheint. Ein großer Auftrag zum Beispiel oder Sie sollen plötzlich die Leitung für ein Projekt übernehmen und haben so etwas noch nie gemacht.

Ich kenne eine Frau, die sehr gut ist in ihrem Fach. Doch sie sabotiert jede Möglichkeit, sich mit ihrem Können zu zeigen. Darin ist sie sehr erfinderisch. Mal wird sie krank, mal kommt ein anderes „wichtiges“ Ereignis dazwischen. Oder sie kommt zu spät. Oder sie kann sich nicht vorbereiten, weil…

Der innere Dialog

Damit können wir am erfolgreichsten dafür sorgen, die Veränderung zu verhindern. Wir sind super gut darin, die beiden Stimmen in uns und deren Kommunikation zu verfolgen. Das geht dann beispielsweise so:

„Wenn ich so weiter mache werde ich noch krank, ich will das nicht mehr. Am besten, ich mache mich selbständig. Immerhin kenne ich mich aus. Und so bin ich unabhängig.“ „Du? Das schaffst du doch nie! Dazu bist du viel zu alt. Das klappt sowieso nicht. Denk doch mal an deine Altersabsicherung. Du bist doch gar nicht der Typ dafür.“ „Aber ich hab so viel Erfahrung, ich bin fit und schließlich haben mich schon einige um Rat gefragt.“ „Ja, aber ob sie dich auch bezahlen würden ist doch sehr fraglich. Lass das lieber sein.“

Veränderung braucht Mut. Geht auch nicht in Nullkommanix. Ohne Anstrengung und Frust werden Sie auch nicht auskommen. Dennoch; es lohnt sich, mutig seinen Träumen ins Auge zu blicken. Man braucht nach meiner Erfahrung Unterstützung. Mit neutraler Hilfe von auißen kommen Sie wesentlich schneller und effektiver ans Ziel.

Ich freue mich wenn ich  dabei Ihre Anstifterin sein darf. Trauen sie sich!

Bis zum nächsten Werkstattgeplauder

Ihre Elke Möckel